500-jähriges Reformationsgedenken

500-jähriges Reformationsgedenken

O R G E L – K O N Z E R T im Dom

Johann Sebastian Bach (1658-1750) war wohl der lutherische Komponist überhaupt; insbesondere sein reiches Kantatenschaffen wurzelt tief in der Theologie Martin Luthers.

Die zu hörenden Werke waren:

Präludium Es Dur BWV 552 und

6 Choralbearbeitungen über Luthers Katechismus-Choräle. Wie immer, sind hier die Themen: Glaube, Vater unser, Taufe, Buße, Abendmahl reich an musikalischer Symbolik und Text Ausdeutung. So werden z. B. die 10 Gebote durch zehnmalige Wiederholung des Tones „g“ dem Hörer nahegebracht.
Für J.S. Bach muss die Bibelübersetzung des Martin Luther ein mächtiger Impuls zur Vertonung gewesen sein. „Im Anfang war das Wort…“ und bei Bach wurde daraus Musik.

Mendelssohn Bartholdy (1809-1864) konvertierte als Jude zum Protestantismus. Er studierte die Bachschen Choräle. Er komponierte eine ganze Serie von Choralkantaten. Von Rom aus schrieb er: „Jedes Wort (der lutherischen Choräle) ruft nach Musik.“

Die im Konzert gespielte Nr.1 f-moll op.65/1 (vier Sätze) ist, seit Bach, wieder das erste großformatige Werk mit einer Satz- und Formvielfalt ohnegleichen.

Seine 6 Orgelsonaten sind Meilensteine in der Orgelliteratur, denn seit J.S. Bach hatte niemand mehr so großformatige Orgelmusik komponiert, mit derartiger Form- und Satzvielfalt.
Zum Schluß des Konzertes spielte Herr Schmitz, Domorganist, zwei Sätze der sog. Reformationssymphonie. (1838: 300Jahr – Feier des Augsburger Bekenntnisses) Ein glänzender Fanfarenklang umspielte das Choralthema: „Ein feste Burg ist unser Gott“. Damit wurde der Konzertbesucher in freudige Glaubessicherheit entlassen.

Die meisten hier benannten Werke von diversen Künstlern sind leicht bei YouTube zu finden.